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Orakel international - Australien: Traumzeit – Die Weisheit der Ureinwohner

Orakel international - Australien: Traumzeit – Die Weisheit der Ureinwohner

Australien ist nicht nur ein Land, sondern auch ein Kontinent, dessen lateinischer Name „terra australis“ auf die ungenaue Beschreibung „weit im Süden“ (australis) zurückgeht. Scherzhaft sagen heute die Australier, die „Aussies“, auch gern, ihr Land sei „irgendwo da unten“, „Down under“.

Ehemalige britische Kronkolonie von Kaiserin Victoria und sogar Strafgefangenenlager für besonders hartnäckige Fälle, ist Australien mit seiner Hauptstadt Canberra (nicht etwa Sydney) in der Gegenwart politisch unabhängig und hat ein eigenes Präsidialsystem, auch wenn es nach wie vor nominell zum britischen Commonwealth gehört.


Der Kontinent Australien ist für viele nach wie vor eine echte „terra icognita“, unbekanntes Land, auch wenn Millionenstädte wie Sydney, Melbourne und Perth einen westlichen Standard haben und jährlich Hunderttausende Besucher aus aller Welt anlocken. Am Sagenhaftesten und Attraktivsten an diesem fünften Kontinent ist jedoch für viele Touristen die atemberaubende Flora und Fauna, die keineswegs nur auf Eukalyptusbäume und Koala-Bären beschränkt ist. Drei Klimazonen bestimmen die abwechslungsreiche und teilweise einzigartige Natur.

So befindet sich etwa im Norden Australien das subtropische Klima mit exotischen Bäumen und Blumen, in der Mitte, wo das Nationalheiligtum Ayers Rock steht (ein gewaltiger Monolith), herrscht Wüstenklima, und im Süden ist eine gemäßigte Klimazone, die eine ähnliche Landschaft hervorbringt wie in Mitteleuropa.

Mit am Spannendsten an Australien sind jedoch die alten Kulturen der dunkelhäutigen Ureinwohner, „Aborigines“ genannt, weil sie schon von Anfang an (ab origine) und vor jeder Kolonialisierung da waren – Ethnologen sprechen von 40.000 Jahren, seit denen die Ureinwohner in Australien sind. Jene erzählen sich noch heute Geschichten aus der mythologischen „Traumzeit“, als die schlangenförmigen Götter auf Erden wandelten und sich mit den Menschen verbündeten. Ihre Techniken, in die Zukunft zu sehen, sind einzigartig auf dieser Welt…


In den alten Mythen von der „Traumzeit“, von der die australischen Aborigines erzählen, gibt es ein raum- und zeitfreies Kontinuum, aus dem heraus sich die Schöpfung manifestiert. Diese Schöpfung wird insbesondere an Plätzen mit Naturheiligtümern, wie Flüssen, Quellen und Steinformationen, verehrt. Es gibt hier keinen Gott oder keinen Götter-Pantheon, sondern ein einziges, in der Natur manifestiertes Schöpfungsgeheimnis, das zugleich auch eine kosmogonische (All-schöpfende) Wirkung hat.

Soweit ist die Traumzeit-Mythologie der Aborigines ganz ähnlich strukturiert wie die indische Sage von der Akasha-Chronik, in der alle Ereignisse der Welt eingefaltet sind und die Sehern offensteht, um daraus Vergangenes, Gegenwärtiges und zukünftiges zu erfassen. Laut den Aborigines gibt es keine lineare Zeit als Strecke mit einem konkret datierbaren Anfangs- und Endpunkt, sondern nur eine einzige unablässige Schöpfung.

Das heißt also, nicht wurde irgendwann eine endliche Welt oder ein endliches Universum geschaffen, sondern die Schöpfung ereignet sich jederzeit aus dem raum- und zeitfreien Grund des Seins. Dieser raum- und zeitfreie Grund des Seins existiert nicht vor oder außerhalb der Schöpfung, sondern gleichzeitig mit ihr in einer anderen Dimension, ähnlich, wie die geistige Welt parallel zur physischen existiert in einer anderen Dimension.


Daher gibt es auch die Möglichkeit, sich durch den magischen Trance in Verbindung mit diesem Ur-Grund der Schöpfung zu setzen und alles zu erkennen, was man sehen will. Die Priester der Aborigines haben keine schriftliche Kultur übermittelt, sondern ihr Wissen mündlich weitergegeben, wie es für viele Eingeborenen-Traditionen üblich ist. Daher können wir über den konkreten Verlauf der ur-australischen Techniken und Rituale, um in die Zukunft zu blicken, nur spekulieren.

Sicher ist jedoch, dass ein magisches Eintauchen in die Zeit vor der Zeit, durch rituellen Trance und mit Verbindung zu Totemtieren und Ahnengeistern, zu dem am ehesten Horizontöffnenden gehört, was Menschen sich vorstellen können – begegnen sie doch der Matrix des eigenen Seins und des Alls


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