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Zigeunerkarten

Kartenlegen mit Zigeunerkarten

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Legesysteme beim Kartenlegen mit Zigeunerkarten

Das große Blatt mit den Zigeunerkarten

Das so genannte „große Blatt“ (franz. „grand tableau“) ist die klassische Form des Kartenlegens, bei dem alle Karten eines Decks, hier: des Zigeunerdecks, verwendet werden, um ein Gesamtbild zu formen. Man benutzt hierbei alle 36 Zigeunerkarten und legt sie entweder in vier Reihen zu je neun Karten, oder in vier Reihen zu je acht Karten mit zusätzlich vier Karten in einer letzten unteren Reihe. Das große Blatt mit seinen Querverbindungen zwischen den Bildkarten und seinen verschiedenen Lesarten verfügt über viele komplexe Informationen, und es wird traditionell dann verwendet, wenn man eine „Gesamtübersicht“ haben möchte über verschiedene Lebensbereiche wie Liebe, Beruf und Finanzen.

Beispiellegung:

Johanna D. hat einen weitaus älteren Freund und weiß nicht, ob die Beziehung trotz des Altersunterschieds gut gehen kann. Beruflich stehen Veränderungen an, da sie gerade das verlockende Angebot einer neuen Firma bekommen hat. Finanziell geht es ihr gut, doch sie erwartet noch eine Erbschaft. Sie will durch das Kartenlegen mit Zigeunerkarten folgende Fragen beantwortet bekommen:
Wird meine Beziehung sich gut entwickeln?
Soll ich das Angebot der neuen Firma annehmen?
Werde ich bald meine Erbschaft erhalten?

Zigeunerkarten legen zur Liebe

1. Deutung der Signalkarten zur Liebe

Die Signalkarten für die Liebe im Zigeunerkartendeck sind die Liebe (auf Position 20) und die Heirat (auf Position 15). Hierbei stellt die Karte „die Liebe“ die emotionale Seite einer Verbindung dar, die Karte „die Heirat“ eher den gleichsam offiziellen Aspekt, so wie man von der Umwelt als ein Paar wahrgenommen wird. Betrachten wir diese beiden Karten in der großen Auslage, erkennen wir gleich, dass beide Karten von Zeichen des Wandels umgeben sind: der Tod und das Kind (beides bedeutet eine Transformation) bei der Liebeskarte, die Falschheit, der Verdruss und die Sehnsucht bei der Hochzeitskarte. Wechselhafte Zeiten sind angesagt.

2. Deutung des Gesamtbildes zur Liebe

Johanna hat einen weitaus älteren Freund, was durch das Kartenbild durch die Karte „der Witwer“ (auf Position 28, direkt unter der Karte „die Liebe“) bestätigt wird. „Der Witwer“ ist nicht zwangsläufig verwitwet, sondern kennzeichnet eine ältere Person mit viel Lebenserfahrung, aber mitunter auch mit so genannten Altlasten. Für diese Altlasten spricht auch die Karte „die Witwe“ und „das Kind“ in der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch scheint Johannas Freund ein recht tiefsinniger oder zumindest sehr nachdenklicher Mensch zu sein, denn die nahe liegende Karte „Gedanken“ weist darauf hin, dass er gern grübelt, mitunter auch über vergangene Situationen oder vertane Chancen.

Die Stimmung zwischen Johanna und ihm scheint insgesamt eher resignativ zu sein. Betrachten wir die Signalkarte „die Heirat“, finden wir „die Sehnsucht“ und zugleich „die Falschheit“ und „Verdruss“ in unmittelbarer Nähe. So können wir davon ausgehen, dass Johannas Stimmung zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt schwankt. Das wiederum wird bestätigt durch die Karte „Beständigkeit“ bei der Signalkarte „die Liebe“, denn die Karte „Beständigkeit“ bedeutet – paradoxerweise – nicht etwa Sicherheit und Gleichförmigkeit, sondern im Gegenteil den Wechsel, nach dem Motto: „nichts ist beständiger als der Wandel“.

Insgesamt ist die Aussicht in der Liebe weder eindeutig positiv noch negativ. Die Karten raten eher, das Wechselspiel der Gefühle mit etwas Distanz zu sehen und sich darauf einzustellen, dass es zu Hochs und Tiefs kommen kann. Die Schlusskarten „Eifersucht“, „Hoffnung“, „Geliebter“ und „Reise“ zeigen an, dass es zwar aufgrund des Altersunterschieds zu Eifersucht und Unterstellungen kommen kann, dass aber die Aussicht besteht, mit Zuversicht (Hoffnung) und auf einem langen Weg – denn darauf deutet die Reise hin – einen gemeinsamen Weg zu finden.

Kartenlegen mit Zigeunerkarten zum Thema Beruf

1. Deutung der Signalkarten zum Beruf

Die Signalkarten für den Beruf im Kartenorakel sind Geld (auf Position 6) und Offizier (auf Position 25), wobei die Karte „das Geld“ die materielle Seite des Berufs anzeigt, „der Offizier“ eher die Position oder den Rang, den man inne hat. Links von der Geldkarte sehen wir „das Glück“, rechts den „Richter“ und den (guten) „Brief“. Allerdings ist unter der Geldkarte auch die Karte „der Verdruss“ zu finden. Die zweite beruflich relevante Karte, „der Offizier“ unten, ist von sehr unterschiedlichen Bildaussagen wie „Botschaft“, „Treue“ und „Dieb“ umgeben. Beruflich scheint es ein Auf und Ab zu geben, das neue Angebot muss kritisch geprüft werden.

2. Deutung des Gesamtbildes zum Beruf

Johanna hat in ihrem Beruf offenbar schon einiges mitgemacht, was die wechselvollen Bildaussagen rund um die Signalkarten darstellen. Wenn man ihre Position im Bild mit der Karte „die Geliebte“ (auf Position 27) gleichsetzt, sieht man die beruflichen Sorgen in ihrer Vergangenheit rechts von ihr. Die Karten Sehnsucht“ und „Heirat“ bei der Geldkarte bedeuten, dass sie sich mit Herzblut für ihren Beruf eingesetzt hat, dass aber auch Hoffnungen unerfüllt blieben (Heirat als Bildaussage bedeutet im Beruf einen Vertrag oder eine Anerkennung).

Johanna ist also gleichsam mit ihrem Beruf „verheiratet“, hat aber das ungute Gefühl, auf der Stelle zu treten oder mehr leisten zu können. Das Kartenbild „Falschheit“ kann auch auf Mobbing oder Intrigen am Arbeitsplatz hindeuten. Jedenfalls ist ersichtlich, dass das Angebot der neuen Firma für Johanna mehr als willkommen erscheint: neben ihrer Personenkarte liegt „die Botschaft“. Diese Karte ist allgemein positiv und bedeutet etwas sehr Willkommenes und in der Regel auch Erfreuliches. Doch die umliegenden Karten „der Offizier“ und „der Dieb“ warnen und mahnen zur Vorsicht: vielleicht ist an dem neuen Angebot nicht alles Gold, was glänzt, so wie die glänzenden Orden des Offiziers vielleicht aus Blech sein könnten.

Da die Karte „der Dieb“ zudem vertikal von den negativen Karten „der Feind“ und „Krankheit“ überschattet wird, bestünde die Gefahr, auf illusorische Versprechungen hereinzufallen, beispielsweise eine scheinbar hohe Jobposition, die sich auf den zweiten Blick aber als Falle entpuppt. Johanna sollte hinter die Fassade blicken und prüfen, ob das Alte im Beruf nicht doch – mit all seinen Mängeln – besser ist als der verlockende neue Vorschlag, der Tücken zu haben scheint.

Kartenlegen mit Zigeunerkarten an Praxisbeispielen erklärt

Zigeunerkartenorakle zu den Finanzen

1. Deutung der Signalkarten zu den Finanzen

Für das Geld gibt es im Zigeunerdeck mehrere Signalkarten: zum einen natürlich die entsprechende Bildkarte Geld (auf Position 6), aber auch Glück (auf Position 5). Da „Geld“ traditionell ein sehr komplexes Thema ist, in das Glücksumstände ebenso hineinspielen wie Arbeit, Anstrengung und auch Widersacher und Feinde, muss wie bei der Liebe das gesamte Bild zu Rate gezogen werden. Kurz gedeutet, liegen die Signalkarten nebeneinander, was einen Geldgewinn verspricht. Auch liegen im Umfeld der Signalkarten positive Karten wie „der Richter“ und „der Brief“, aber auch darunter Karten wie „der Verdruss“ und „der Tod“. Man wird also Widerstände überwinden müssen, um zu seinem Ziel zu gelangen.

2. Deutung des Gesamtbildes zu den Finanzen

Johanna wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die erwartete Erbschaft auch erhalten. Dafür sprechen die direkt nebeneinander liegenden Karten „das Glück“ und „das Geld“, was auch – in dieser Kombination – auf einen Lottogewinn hindeuten könnte. In Johannas Fall geht es jedoch um eine Erbschaft, und das bedeutet, dass in diesem Fall die symbolische verschlüsselte Bedeutung der Zigeunerkarten ausnahmsweise einmal in der einfachen Bildaussage gedeutet werden können: der „Tod“ bei den Signalkarten ist hier ausnahmsweise ein physischer Tod (ansonsten eine seelisch-geistige Transformation allgemein), und „der Richter“ ist hier ausnahmsweise ein wirklicher Richter (ansonsten eine Respektperson allgemein).

Es wird also einen Erbschaftsprozess geben und die Karten deuten auch darauf hin, dass alles gut ausgehen wird für Johanna, sofern sie sich mit den anderen Hinterbliebenen (Karte „der Witwer“, hier: ein männlicher Verwandter oder alle Hinterbliebenen allgemein) vernünftig einigt. Womöglich erbt sie eine Immobilie (Karte „das Haus“) oder einen Anteil einer Immobilie. Dennoch sollte Johanna darauf achten, dass ihr das Erbteil nicht streitig gemacht oder geschmälert wird, denn im Umfeld ihrer Personenkarte liegen die Karten „Feind“ und „etwas Geld“, was in diesem Fall nicht meint, dass ein Feind ihr etwas Geld geben würde, sondern, dass ein Feind ihren Anspruch auf Geld „etwas“ schmälern möchte. Vorsicht ist also geboten. Doch die Karte „der Offizier“ (auf Position 25) dient als Bekräftigung und weist darauf hin, dass trotz allen Anfechtungen alles seinen gerechten Gang gehen wird.

Die Dreier-Legung mit den Zigeunerkarten

Die so genannte Dreier-Legung ist eine spezielle Legeart für Zigeuner-, Kipper- und Tarotkarten. Man zieht drei Karten aus dem gesamten Deck und legt sie in einer waagerechten Linie nebeneinander. Diese drei Karten repräsentieren die drei Zeitaspekte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Dreier-Legung ist bestens geeignet, um auf einfache Fragen eine schnelle, erste orientierende Antwort zu geben und die „Stimmung“ eines Vorhabens zu erfassen.

Beispiel 1

Hannelore H. will sich in den neu gegründeten Betriebsrat ihrer Firma wählen lassen. Kollegen raten ihr jedoch ab. Was sagt ihr das Kartenorakel: soll sie die Chance wahrnehmen, sich für betriebliche Belange einzusetzen?

Dieses Kartenbild weist eine Abfolge von drei Personenkarten auf: Offizier, Geliebter und Witwer. Hierbei handelt es sich nicht um drei Personen, sondern um drei Zustände, die durch diese Personen repräsentiert werden. Der Offizier – links außen, die Vergangenheit – steht für geordnete Zustände. Der Geliebte in der Mitte steht für das Wunschziel, das erreicht werden will. Der Witwer rechts außen – die Zukunft – bedeutet, dass sich Hoffnungen zerschlagen.

Gedeutet auf Hannelores Situation, bedeutet das: der Betriebsrat möchte geregelte, aber vielleicht festgefahrene Strukturen (Offizier-Karte) verändern. Hierbei sind Menschen mit Herzblut bei der Sache (Bildkarte Geliebter). Doch die Zukunft scheint manche Hoffnung zu enttäuschen, denn die letzte Karte, der Witwer, zeigt an, dass sich Illusionen auf Veränderungen vielleicht doch nicht umsetzen lassen oder dass hochfahrende Pläne nicht aufgehen.

Beispiel 2

Christine J. hat seit Jahren ein Problem mit ihrer Schwiegermutter, die leider so einige negative Erwartungen ihrer Rolle erfüllt: sie mischt sich ständig ein. Wird es Christina schaffen, den Konflikt mit ihrer Schwiegermutter zu lösen? Daher fragt Sie eine Kartenlegerin um Rat.

Diese Dreier-Legung des Kartenorakels zeigt in einer Abfolge die Karten „der Geliebte“, „die Eifersucht“ und „etwas Geld“. Der Geliebte ist hier Christines Partner, aber auch zugleich „der kleine Schatz“ ihrer Schwiegermutter, was also darauf hindeutet, dass die Mutter ihren Sohn nicht losgelassen hat. Die zweite Karte, die die Gegenwart repräsentiert, bedeutet, dass die Eifersucht zwischen den beiden Frauen, Schwiegertochter und Schwiegermutter, ein Zentralthema ist, denn sie streiten unbewusst um denselben Mann.

Die rechte Karte, „etwas Geld“, bedeutet nicht, dass der Konflikt mit Geld gelöst werden könnte. Geld ist hier sinnbildlich für Kraft und Mittel allgemein: „etwas Geld“ deutet an, man solle dem Konflikt nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, als er verdient, und seine Kräfte sparen. Offenbar hat Christine schon zu viel „investiert“ in dieses Problem, ohne etwas zurückzubekommen. Sie sollte sich auf sich besinnen.

Das keltische Kreuz mit den Zigeunerkarten

Das so genannte „keltische Kreuz“ ist ein romantisch anmutender Name für ein traditionelles Kartenlegesystem, bei dem man eine Auskunft über zukünftige Situationen, Chancen und Hindernisse erhalten kann. Man verwendet hierzu 10 Karten, die man aus dem gesamten Deck der Zigeunerkarten zieht. Diese zehn Karten legt man mittig (doppelt), dann oberhalb, unterhalb, links und rechts der beiden mittigen Karten, und danach legt man von unten nach oben vier Karten vertikal. Die erste Karte gibt Aufschluss über die gegenwärtige Situation, die zweite, die darauf liegt, über die Hindernisse, die Karte dahinter über die Vergangenheit, die Karte davor über die unmittelbare Zukunft. Die Karte über den beiden mittigen Karten verrät die Chancen, die Karte darunter die überwundenen oder derzeit noch zu überwindenden Schwierigkeiten. Die vier Karten in der Vertikale geben Aufschluss über den Ausgang des Vorhabens.

Beispiellegung

Lisa-Marie F. liebt Peter H., doch der ist noch verheiratet und will sich derzeit nicht trennen. Frage ans Kartenorakel: Hat Lisa-Maries Liebe eine Zukunft?

Das keltische Kreuz zeigt folgende Kartenlegung: (1) Eifersucht (2) Witwer (3) Unglück (4) Verdruss (5) Fröhlichkeit (6) Liebe (7) Treue (8) Geliebte (9) Geschenk (10) Gedanken Das keltische Kreuz in dieser Kartenlegung gibt positive Signale für die Liebe zwischen Lisa-Marie und Peter, signalisiert aber nicht Peters Trennung. Betrachten wir zuerst die beiden mittigen Karten der Auslage, so ist hier das Zentralthema angezeigt: „Eifersucht“ und „Witwer“. Das bedeutet eine Dreieckssituation, in der mindestens ein Partner nicht so kann, wie er möchte („Witwer“ signalisiert auch allgemein eine blockierte Person).

Dass Eifersucht eine Rolle spielt, hat Lisa-Marie bereits zugegeben – wichtig ist, wie sie in Zukunft damit umgehen wird. Die Beziehung zu Peter hat sehr unbeschwert angefangen – die Karte „Fröhlichkeit“ links deutet darauf hin – doch momentan befürchtete Lisa-Marie „das Unglück“, das zuoberst liegt, vielleicht eine Entdeckung oder Eskalation. Tatsächlich weist aber die rechte Karte, „Liebe“, darauf hin, dass es noch viele schöne Momente mit Peter geben wird und dies in naher Zukunft. Für die weitere Entwicklung zeichnen die kommenden vier Karten in der Vertikallinie des Kartenorakels: „Treue“ (stabile Einstellung, stabile Gefühle), „Geliebte“ (weibliche Hauptperson), „Geschenk“ (Glücksmoment) und „Gedanken“.

Für Lisa-Marie bedeutet das, sie hängt definitiv an Peter (Karte „Treue“), aber sie soll sich überlegen, ob sie in der Geliebten-Rolle überhaupt glücklich wird. Falls ja, könnte sie die Momente mit Peter durchaus als ein Geschenk annehmen, als eine Gabe, die ihr Leben bereichert. Will sie jedoch mehr und verfällt sie ins Grübeln (Karte „Gedanken“), so wäre das für sie ein fruchtloser Ausgang. Es hängt also von Lisa-Maries Einstellung ab, ob sie die weitere Entwicklung positiv oder negativ sehen will: ein halbvolles oder ein halbleeres Glas.

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