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Traumdeutung: Die Zeit im Traum

Traumdeutung: Die Zeit im Traum

Zeit wird nach der Intensität der Gefühle gedeutet

Die Zeit ist im Traum oft völlig anders, als wir sie von unserem Wachleben her kennen: entweder erscheint uns die Traum-Zeit wie künstlich gedehnt, so dass ganze Tage oder Wochen ohne Ereignis vergehen, oder sie ist im Gegenteil wie ein sehr schneller Zeitraffer, so dass wir in Sekundenbruchteilen des Traums viele Erlebnisse auf einmal erfahren.

Zeit im Traum ist generell nach der Intensität der Gefühle zu deuten, welche sie begleiten. Geht es uns gut dabei, wenn wir Ereignisse an uns vorbeigleiten sehen, oder fühlen wir uns geängstigt? Ist es schön, in einem Kontinuum der Zeit völlige Ruhe zu haben, oder erleben wir das als Stagnation und Langeweile?

Was hat die Zeit noch für Bedeutungen?

Wollen wir überhaupt Ziele im Traum erreichen oder leben wir ziellos in den Tag hinein? Eine tickende Uhr im Traum kann ein Hinweis darauf sein, dass es im Wachleben Zeit wird für eine Veränderung ist. Wem „hat die Uhr geschlagen“, etwa uns selbst? Befinden wir uns vielleicht schon zu lange in einer Situation, die eigentlich nicht haltbar ist?

Wenn wir im Traum unterwegs sind zu einem Ort oder zu einer Person, spielt auch die Pünktlichkeit eine Rolle: kommen wir pünktlich an, oder erreichen wir unser Ziel nur mit Verspätung? Verspätung im Traum kann auf verborgene Ängste hinweisen: wir fürchten vielleicht gerade, einer Situation nicht gewachsen zu sein, oder wir haben große Angst, dass eine Hilfe zu spät kommt.

Sie sehen konkrete Zeitangaben im Traum?

Gibt es jedoch konkrete Zeitangaben im Traum wie Daten und Tage, Monate oder Jahreszahlen oder gar genaue Uhrzeiten, so sollten diese unbedingt ernst genommen werden, denn sie könnten eine Vorbedeutung haben. Achten Sie darauf, ob diese Zahlen Ihnen im Wachleben tatsächlich wieder begegnen!

Manchmal handelt es sich bei geträumten Zahlen und Ziffernfolgen auch um sogenannte „angel numbers“, Engelszahlen, wie zum Beispiel 111, 333, 555, 101, 12:12h oder ähnlich. Diese Zahlen sollen, einem aktuellen Glauben zufolge, darauf hinweisen, dass uns ein Engel hilfreich zur Seite steht.

Die Jahreszeiten bei der Traumdeutung

Die Jahreszeiten im Traum sind ebenfalls ein Ausdruck von Zeit in ihrer bildhaften und sinnlich erfahrbaren Form – sie stehen für unser Seelenleben und die Erfüllung unserer Wünsche. Achten Sie einmal darauf, in welcher jahreszeitlichen Szenerie Ihre Traumhandlungen stattfinden.

Im Frühling finden wir oft neue Hoffnung (oder auch eine neue Liebe). Haben Sie vielleicht gerade „Frühlingsagefühle“? Oder fühlen Sie sich frühlingsfrisch? Träume vom Frühling können oftmals auch bedeuten, dass eine Frau sich nach der verlorenen Jugend/ der Jugendliebe sehnt.

Im Sommer hingegen sind unsere eigenen Kräfte stark angespannt: wer vom Sommer träumt, will entweder gern in die „Sommerfrische“ verreisen (altes Wort für Urlaub), oder er ist gerade zum Bersten erschöpft.

Träume vom Herbst sind hingegen gar nicht selten. Im Erntezeitraum des Jahres können wir oft die symbolische „Ernte“ unserer Ideen und Projekte einfahren. Wie steht es denn um Sie: ist Ihr „Speicher“ gut gefüllt mit Korn und Wein? Oder müssen Sie darben? Denken Sie an das Dichterwort von Rainer Maria Rilke über den Herbst: „wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“ – es wird also knapp für die Liebe in nächster Zeit! Wissen Sie schon, wo und wie Sie überwintern?

Der Winter zuletzt ist ein sehr komplexes Traumsymbol. Im kühlen Schneemond erholen wir uns und unsere Gefühle von den Strapazen des Jahres, insofern ist das Traummotiv ein positives. Aber wir könnten auch in der eisigen Kälte „erfrieren“, also emotional verarmen. Liegt gerade irgendeine Beziehung in Ihrem Leben „auf Eis“? Oder warten Sie gläubig auf den Nikolaus?

Stellas Tipp:

„Zeit im Traum ist sehr dehnbar: mal träumen wir in Sekunden-Bruchteilen ganze Romane, dann wieder geschieht in geträumten Tagen und Jahren rein gar nichts. Wir sollten uns fragen, wie wir in unserem Wachleben mit der Zeit umgehen: verhalten wir uns so, als hätten wir alle Zeit der Welt, oder sind wir ständig gehetzt? Beides sind Fehlhaltungen, die uns im Traum wiederbegegnen können.“



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