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Exkurs Partnerschaftsrituale: Die Göttin der Gelassenheit

Exkurs Partnerschaftsrituale: Die Göttin der Gelassenheit

 
Wenn Sie schon längere Zeit in einer Beziehung sind, kennen Sie die Problematik, dass der Liebste mitunter ganz anders „tickt“ als sie selbst. Auch wenn ihm durchaus viel an der Beziehung und an Ihnen liegt, sieht er mitunter nicht ein, sehr viel Zeit mit Ihnen zu verbringen oder gar alle Geheimnisse mit Ihnen zu teilen.

Viele Frauen reagieren auf solche Rückzugspunkte mit Eifersucht, wollen ihren Partner kontrollieren oder sie versuchen, ihn zu erziehen. Solche Versuche der „Umerziehung“ sind von jeher zum Scheitern verurteilt gewesen, denn ein kluger Erwachsener wird natürlich Ihre manipulativen Versuche, ihn umzuerziehen, bemerken, er wird sich bevormundet fühlen und dann aus Trotz genau das Gegenteil dessen tun, was Sie sich erhoffen.



Die rituellen Bräuche unserer Vorfahren haben sehr wenig mit Kontrolle zu tun. Kontrolle ist ein Ausdruck von Angst, und Angst – als negative Energie – zieht oftmals genau das ins Leben, was wir befürchten. Es erschien daher unseren Vorgängergenerationen viel wichtiger, Zuversicht zu säen und positive Gefühle und Vorahnungen aufkeimen zu lassen und auf diese Weise eine Beziehung zu unterstützen. Wenn man sich heute die alten Bräuche ansieht, die mit dem Stabilisieren von Beziehungen zu tun haben, erkennt man sehr viel „wishful thinking“ in ihnen – den Glauben, dass alles gut gehen wird, wenn man die mentale Voraussetzung dazu schafft, so dass die äußere Wirklichkeit gleichsam der inneren Wirklichkeit folgen kann.

Doch ist es nicht naiv, einfach positiv zu denken? Sicherlich kann es hier nicht darum gehen, bestehende Probleme durch Rituale zu beschönigen und zu verdrängen. Das Ritual schafft die Voraussetzungen dazu, gemeinsam Lösungen zu finden, doch es ersetzt die Aussprache unter Liebenden nicht. Es handelt sich also genau genommen nicht um das vielbeschworene – und oft kritisierte – „positive Denken“, sondern um eine Art, die innere Einstellung zu verbessern im Bewusstsein dessen, dass die eigentliche Beziehungsarbeit noch folgt und auch folgen muss, um dauerhaft Erfolg zu haben.

Sie wissen schon – und auch unsere Großmütter wussten es – dass Magnolienblätter unter die Matratze streuen aus einem liebes müden Mann noch lange keinen Casanova macht und dass der alte Brauch, einen mit Honig gesüßten Wermuttee zu trinken oder abends vor dem Zubettgehen gemeinsam einen süßen Lebkuchen zu verspeisen (der „Liebeskuchen“ galt als versöhnlich stimmend aufgrund seiner feinen Gewürze, die positiv aufs Nervensystem wirken – guten Appetit!), nicht viel hilft, wenn der Haussegen allgemein schief hängt. Sie wissen, dass das Anzünden einer Kerze den Geliebten nicht dazu bringt, Ihnen die Welt zu Füssen zu legen, wenn Sie nicht bereit sind, auch selbst an Ihrer Beziehung zu arbeiten.

Kein Ritual, insbesondere im Bereich zwischenmenschlicher Spannungen, wirkt allein für sich ohne weiteres Dazutun. Diese Rituale können nur fördern, was Sie beide wollen: den Weg bahnen, den Sie dann gemeinsam bestreiten. Wenn Ihnen die Chancen und Grenzen jedoch bewusst sind, können Sie sicher recht bald gute Erfolge erzielen.



Der Sinn eines solchen Rituals ist es, den Partner gesprächsbereit und versöhnlich zu stimmen – alles Weitere ist dann Ihrem eigenen Verhandlungsgeschick überlassen. Wichtig ist jedoch Ihre eigene innere Einstellung.

Wenn Sie voller Ängste und Zweifel sind, wird Ihr Partner diese Stimmung unterbewusst wahrnehmen und im schlimmsten Fall sich sogar Ihren Befürchtungen gemäß entwickeln. Wenn Sie hingegen Ihrem Partner suggerieren, dass Sie ihn lieben und ihm vertrauen, wird sich auch Ihre positive Einstellung auf ihn übertragen können.

Erinnern Sie sich an die alte Heilmethode des berühmten Franzosen Emile Coué? Dieser sagte sich täglich: „Von Tag zu Tag geht es mir in jeder Hinsicht besser“ und predigte diese Methode seinen zahlreichen Klienten. Diese sehr einfache, positive Suggestion bewirkte bei vielen Menschen eine Verbesserung ihres Befindens, sowohl gesundheitlich, als auch finanziell und beruflich und natürlich in der Liebe.

Der so genannte „Couéismus“ ist viel belächelt worden, doch auch die moderne Psychologie weiß, dass die eigene innere Einstellung entscheidend ist für günstige Entwicklungen.

Ähnlich suggestiv wirken auch die traditionellen Liebesrituale, die den Ausführenden durch das Rezitieren von Sprüchen oder Versen, durch die visuelle Konzentration auf Blumen oder Kerzen oder durch die Stimulation des Nervensystems über Düfte in eine bestimmte positive Stimmung versetzen und somit eine Wandlung der inneren Einstellung hin zu mehr Zuversicht bewirken sollen.

Werden Sie bitte unbedingt zur „Göttin der Gelassenheit“ – das ist eine unbezwingbar attraktive Rolle, die nicht nur Ihnen selbst entspannte zuversichtliche Momente beschert, sondern auch Ihren Partner beeindruckt.

Allzeit liebevolle Momente wünscht Ihnen
Sybille Verbaenen