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Februar und März - Die Schwächemonate

Februar und März - Die Schwächemonate

Die Schwächemonate“ nennt eine alte indianische Tradition die Monate Februar und März. Es sind Monate, in denen wir uns nur schwer zu etwas aufraffen können, in denen uns alles schwerer fällt als sonst, weil die nötige Energie nicht vorhanden ist. Wie sollen wir mit diesen Schwächemonaten umgehen? Dagegen ankämpfen, uns durchringen, uns zur Aktivität zwingen?

Das wäre völlig falsch, meint der amerikanische Journalist und Philosoph Prentice Mulford (1834-1891), der die Weisheit der Indianer sehr schätzte. Wenn die Zeit reif ist, aktiv zu werden, würde man von selbst aktiv, doch in den Schwächemonaten lohnte es sich nicht, den Organismus zur Beschäftigung zu zwingen und zu überanstrengen.

Man solle vielmehr abwarten und dem Körper und Geist seine verdiente Ruhepause gönnen. – Schon Mulfords Zeitgenossen waren mit dieser kontemplativen Ansicht nicht einverstanden und kritisierten ihn als Befürworter der Drückeberger, weil sie „ja arbeiten gehen und Geld verdienen müssen“ und nicht passiv abwarten könnten, bis ihr Boss sie wegen Untätigkeit feuert.

Sicher ist diesem Argument wenig entgegenzusetzen, zumal in den heutigen Zeiten eines harscheren Tons am Arbeitsplatz und steigender Arbeitslosigkeitszahlen. Doch eine natürliche Tatsache, die Mulford erwähnt, wie die des wechselnden Rhythmus von Ruhe und Arbeit überall in der Natur ist nicht durch Rationalisierungsdenken zu bestreiten.

Auch der menschliche Geist braucht ebenso eine Pause wie der Körper, und weshalb sollte man nicht in den Monaten der Schwäche ein wenig zurückhalten mit der kostbaren Energie? Vielleicht ist es sinnvoll und regenerierend, sich im regnerischen März einfach, wenn die Zeit es erlaubt, mit einer Tasse Tee, einem guten Buch oder einem Set Karten zurück zu ziehen, um neue Kraft zu tanken…