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Orakel international - Iran: Onomatomantie -Das Wahrsagen aus dem Namen

Orakel international - Iran: Onomatomantie -Das Wahrsagen aus dem Namen

Der Iran hieß früher Persien – er ist das Zauberreich der alten Perser, die kulturell sehr hochstehend waren. Die Hauptstadt des alten persischen Reichs, Persepolis, wurde vom König Dareios im 6. Jahrhundert vor Christus gegründet. Alexander der Große führte Kriege gegen die Perser, in der Absicht – der umtriebige und vielseitige Philosoph Aristoteles unterstützte ihn dabei.

Denn die kulturelle Blüte und auch Finanzmacht des alten persischen Reichs war in den Augen vieler Machtpolitiker der Antike ein Faktor, der die Stabilität im Mittelmeerraum gefährdete. Nach der Niederlage Persiens durch Alexanders Truppen wurden Stellvertreter-Könige eingesetzt, bis wieder genuin persische Herrscher das Land regieren konnten, die sogenannten Sassaniden.


Von ihnen stammt eine interessante religionsphilosophische Idee, die Idee des Prinzips des Lichts und des Prinzips des Dunkels, Ahura Mazda und Angra Manju. Religion, Architektur, und bildende Kunst wie Malerei und Handwerk waren fortschrittlich. Noch heute finden staunende Touristen und Archäologen Überreste vergangener Zeiten, die auf eine Hochkultur hinweisen.

Das heutige Staatswesen Iran ist eine islamische Republik, die geographisch zwischen dem Irak und Afghanistan liegt. Mit etwas über 80 Millionen Einwohner ist sie ähnlich bevölkerungsreich wie die Bundesrepublik Deutschland, aber die meisten Einwohner leben in der Hauptstadt Teheran, während die ländlichen Regionen schwach bevölkert sind. Doch gerade hier haben sich alte Traditionen lebendig erhalten, wie die Kunst, aus dem Namen einer Person zu wahrsagen…

Die Kunst, aus dem Namen einer Person zu wahrsagen, heißt seit der Antike Onomatomantie. Dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt genau das, nämlich „aus dem Namen“ (onoma) „wahrsagen“ (mantein). Viele Völker und Kulturen der Welt haben die Kunst verfeinert, aus dem Namen einer Person das zukünftige Schicksal abzulesen.

Grundsätzlich ist die Technik immer dieselbe: man setzt für die Buchstaben des Namens bestimmte Zahlenwerte, addiert diese und interpretiert dieses Ergebnis. Einer ähnlichen Methode folgt auch die Technik, die als „Enneagramm“ berühmt geworden ist und die heute vielfach auf Manager-Seminaren genutzt wird, um Persönlichkeitstypen einzuschätzen.


Auch die kabbalistische Methode, die Buchstaben in Zahlen zu verwandeln auf der Basis der hebräischen Geheimlehre Kabbalah, stammt aus dieser Tradition. Die Onomatomantie ist im ganzen Vorderen Orient verbreitet. Hier haben die Namen, neben der zahlenmystischen (numerologischen) Bedeutung auch die Bedeutung von Geheimaussagen, denn jeder Name steht auch in Verbindung mit einem Engel oder mit drei Engeln und Geistwesen. Es gibt hier die orientalische Vorstellung der 72 Genien (Engel, Intelligenzen), und jedem Menschen sind per Geburt drei Engel zugeordnet, wobei der Name dann oft zusätzlich eine Verbindung herstellt.

Im Iran, dem alten Persien, ist es schon lange üblich, dass Wahrsager zuallererst den Namen des Fragestellers interpretieren, und dann eine Aussage über sein Schicksal treffen, denn der Name gilt als mystischer „Aufhänger“ und geheimes Lebensmotto der Person. Denn der Name hat, glaubt man im Orient, die Macht, die Schicksalskräfte zu binden und in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Oft sind im Namen selbst auch Bezüge zu konkreten Engeln hergestellt, die der Person beistehen sollen, das Leben richtig zu meistern, oder zu Vorfahren, die den Weg des Erfolgs schon vorangeschritten sind und deren Energie die Person beeinflusst. Denn Namen sind alles, nur kein Zufall, glaubt man (nicht nur) im Iran…


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