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Orakel international - Das I Ging in China

Orakel international - Das I Ging in China

Das chinesische I GING gehört zu den größten Geheimnissen der Menschheit. Es ist ein berühmtes und kunstvolles Orakel, das vor über tausend Jahren in der Epoche der kaiserzeitlichen Tang-Dynastie entstanden sein soll. Der Sage nach ist es jedoch viel älter und geht auf den Sagen umwobenen Gelehrten Lao Tse zurück, der auch als Begründer der philosophischen Religion des Daoismus gilt. Das I GING ist ein Orakelspiel, das früher nur den Priestern und Mönchen in den daoistischen Tempeln vorbehalten war und das im Ruf stand, die verborgenen Geheimnisse zwischen Himmel und Erde zu enthüllen und dem Ratsuchenden alles zu offenbaren, was er an Weisheit ernten will. Doch wie geht dieses Orakel, diese Technik vor sich?

Das I GING ist ein Orakel, das auf einem Würfelspiel basiert. Hierbei werden drei Münzen – traditionellerweise Münzen aus der Zeit der Tang-Dynastie, die auf einer Seite chinesische Schriftzeichen, auf der anderen Seite Drachen zeigen – geworfen und man notiert, wie beim europäischen Spiel „Kopf oder Zahl“. Die Seiten der Münze haben auch unterschiedliche Werte, die man in Form einer durchbrochenen oder ununterbrochenen Linie darstellt.

Man wirft insgesamt sechs Mal und schreibt sich dann die Wurfergebnisse in Form der sechs entstehenden, übereinander angeordneten Linien auf. So ergibt sich ein sogenanntes Hexagramm (griechisch: hexa grammaton, Bild aus sechs Schriftzeichen) und dieses Hexagramm kann gedeutet werden, da es in der Form einem chinesischen Buchstaben ähnlich sieht. Das klingt sehr kompliziert, ist jedoch eine seit über tausend Jahren bewährte Praxis, die von chinesischen Orakeldeutern problemlos bewältigt wird.

Wie aber deutet man nun die Hexagramme oder Schriftzeichen, die als Ergebnis des Wurfes entstehen? Diese Deutung muss man nicht selbst erarbeiten, sondern kann sie im sogenannten I GING nachlesen, denn das I GING ist nicht nur eine Orakeltechnik als Kunst, sondern auch ein materielles Buch, in dem Deutungen zu den insgesamt 64 möglichen Hexagrammen stehen.

Diese Deutungen kann man nachschlagen und erfährt dann beispielsweise anhand des Spruchtextes zum jeweiligen Hexagramm, ob sein eigenes Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist für einen Umzug oder ob die neue Liebe bald im Leben erscheinen wird.

Denn das I GING als Orakel-Deutungsbuch – es heißt übersetzt „Das Buch der Wandlungen“ – steht im Ruf, auf alle Lebensfragen eine passende und probate Antwort parat zu haben. Wie aber kann überhaupt ein Buch aus dem Dunkel der Geschichte Antworten auf Menschensituationen von heute haben? Dieser spannenden Frage ging auch der Schweizer Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung nach, indem er in seiner psychologischen Studie über die sogenannte „Synchronizität“ auch okkulte Phänomene wie Magie, Astrologie und insbesondere das I GING untersuchte.

Jung kam zu dem Schluss, dass die Synchronizität – das ist das zeitgleiche Auftreten von ähnlichen Ereignissen – der Grund dafür sei, weshalb in einem Orakelbuch aus dem alten China Antworten zu finden sind, die genau auf heutige Anliegen passen, da hier zeitgleiche, ähnliche Ereignisqualitäten und Energien am Wirken seien. Wie auch immer die Erklärung sein mag für das wunderbare I GING – seine Freunde halten es für die beste Orakelmethode überhaupt.

So ist es auch heute, im modernen China, wieder ausgesprochen populär geworden und die Wahrsager, die sich der uralten Technik des Münzwurfs zur Zukunftsschau bedienen, sind gerade überall anzutreffen – auch im Internet.



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