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Orakel international - Finnland: Schamanische Traum-Reise

Orakel international - Finnland: Schamanische Traum-Reise

„Suomi“ heißt Finnland – und der ungewöhnliche Name zeigt uns schon, dass hier, im östlichsten Land von Skandinavien, buchstäblich eine ganz andere Sprache gesprochen wird.

Das Finnische ist nämlich eine sogenannte finnisch-ugrische Sprache und gehört nicht zu den indogermanischen Sprachen, die – außer in Ungarn – im ganzen Rest Europas gesprochen werden. Hier, im landschaftlich wildschönen und doch auch fremden „Suomi“, kommt man sich als Tourist manchmal sehr verlassen vor, denn die exotische, sehr vokalische Landessprache kann man nicht verstehen.

Dennoch ist Finnland ein gastfreundliches, modernes und kulturell sehr fortschrittliches Land mit Komponisten wie Sibelius und moderner Architektur, und seine Hauptstadt Helsinki ist nicht umsonst auch UNESCO-Weltkulturmetropole geworden und steht für das moderne Europa in all seinen Facetten.

Doch was Orakel und die Kunst des Zukunft-Schauens angeht, muss dieser vielseitige skandinavische Staat weit in seine Vergangenheit zurückblicken, als die Finnen noch Jäger und Sammler waren. Die Jäger, die auf das Auftreiben von Wild angewiesen waren, um zu überleben, kannten tausende Omen aus der Natur, um die besten Jagdgründe und das versteckteste Beutetier zu erspähen.

Und im Norden von Finnland und an der Grenze zu Russland lebten die sogenannten Lappen, ein Sagen umwobenes Volk, das sich mit Jägerei und dem nomadischen Leben befasste, und das als besonders hellsichtig galt. Denn damals gab es schamanische Traditionen, die es den lappländischen Schamanen erlaubten, durch Rauschmittel einen Blick in die Zukunft zu werfen…

Wenn wir heute das Wort „Schamane“ hören, denken wir vielleicht spontan an die Praktiken der Indianer-Stämme Nordamerikas, oder die bizarren Erfahrungen, die der Autor Carlos Castaneda in seinem Berichten von „Don Juan“, dem mexikanischen Yaqui-Schamanen, geschrieben hat.

Doch tatsächlich ist das gelebte Schamanentum nicht in einer bestimmten Region lokalisiert oder gar nur auf die Amerikas beschränkt, sondern kommt überall auf der Welt vor – von Sibirien bis Finnland. Überall, wo die Menschen in nahem Kontakt zur Natur lebten und Zauberer, Schamanen, als Mittler zwischen Natur und Mensch etablierten, zeigte sich schon früh eine Kultur der schamanischen Zukunfts-Schau und der schamanischen Reise.

Die schamanische Reise ist eine Astralreise oder Astralprojektion, bei der der sogenannte Astralkörper des Menschen sich vom manifesten Körper löst, ohne dass die Person Schaden erleidet. Nach Beendigung einer solchen Reise kann der Schamane dann berichten, was er in Visionen von der Zukunft gesehen hat.

Es gibt auch Schamanen, die im Trancezustand ferne Orte besuchen und Personen sehen, die sich dort aufhalten, und die somit der Kunde von entfernten Ereignissen zurückkommen. Zwischen der schamanischen Reise und dem schamanischen Orakelsehen gibt es große Überschneidungen, denn oft führt der Ausstieg“ des Astralkörpers aus dem materiellen Körper gleich zu einer Schau zukünftiger Ereignisse.

Immer jedoch wird der Trancezustand des Aussteigens des Astralkörpers durch bestimmte Mittel induziert, und eins der bekanntesten ist in Sibirien wie in Finnland der Fliegenpilz (Amanita muscaria). Der Fliegenpilz, der hochgiftig ist, wurde in einer rituellen Zeremonie zerkleinert und eingenommen, um die Lockerung des Astralkörpers zu fördern und Gesichte (Visionen) der Zukunft zu erzeugen.

Da es keine schriftlichen Überlieferungen gibt, wissen wir aber nicht, wie und in welcher Dosis die Schamanen ihre magischen Hilfsmittel eingenommen haben – sicher ist nur, dass ein Zuviel des Guten den ehrgeizigen Seher ganz sicher dauerhaft ins Reich seiner Ahnen geführt hätte…



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