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Spiritualität und Rituale im April

Spiritualität und Rituale im April

Der Monat April leitet seinen Namen vom lateinischen Wort „aperire“ ab, und das bedeutet „öffnen, aufmachen, einen Aufbruch wagen“. Einen ersten Aufbruch in der Natur spürt tatsächlich jedes Lebewesen in diesen Wochen, wenn sich die gesamte Tier- und Pflanzenwelt an der stärker werdenden Sonne, den positiven Energien des Frühlings und den steigenden Lebenssäften erfreut.

In der Astrologie ist der Widder, das erste Frühlingszeichen, nun präsent mit seiner willensstarken, positiven und impulsiven Energie. Aber auch das traditionelle Brauchtum greift die Erfahrbarkeit der sich allgegenwärtig erneuernden Natur in diesem Monat auf und setzt sie in Kulte und Rituale um, die allesamt das Thema Liebe und Wachstum zum Inhalt haben.

Ostern, ein Frühjahrsfest mit variablem Datum, da es sich nach dem Mond richtet, war ein ursprünglich heidnisches Fest, das der Gottheit Ostara oder Idun gewidmet war, die die ewige Jugend und Fruchtbarkeit verkörperte.

Sogar der Brauch, „jemanden in den April zu schicken“, war in alter Zeit mit Fruchtbarkeitsriten verbunden: da wurde ein Los mit dem Namen einer Person des anderen Geschlechts gezogen, mit der man sich dann recht zügellos vergnügen durfte. Später wurde dieser altrömische Brauch dann von christlichen Sittenwächtern deutlich abgemildert und zu harmlosen Scherzen und Witzen vereinfacht.

Die spirituelle Qualität des Aprils ist im Übrigen keine bindende – das sei denen gesagt, die „Liebesenergie“ gern stets mit Bindung gleichsetzen wollen. Im April dominiert die freie Liebe, die Liebe ohne Konventionen, die Liebe außerhalb der Vernunft. Es ist die Liebe des freien Vogels, der sich nicht bändigen lässt, von der Carmen singt – oder Aphrodite, der dieser Monat geweiht ist.