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Was stellt Internet und Handy mit der Beziehung an?

Der Fluch der modernen Technologie

Was stellt Internet und Handy mit der Beziehung an?

Moderne Technologie macht unsere Leben einfacher und lässt uns leichter und schneller mit anderen Menschen kommunizieren, neue Leute kennen lernen und sich mit ihnen austauschen.

Man präsentiert seine Talente, z. B. Fotographie, Malerei, Kunst etc. und gewährt dadurch einen Blick in sein ureigenstes Privatleben.
Man beginnt ein sogenanntes Online-Leben zu führen. Aber das birgt auch die Gefahr zukünftige oder bereits bestehende emotionalen Beziehungen zu gefährden bzw. zu zerstören.

Das eigene Umfeld, Familie und Freunde werden vernachlässigt oder fühlen sich angegriffen. Es ist normal mit dem Partner oder anderen eine Diskussion oder eine Meinungsverschiedenheit zu haben, aber nicht deshalb, weil das eigene Bild von anderen Personen ein „like“, ein „dislike“ oder sonstigen banalen Kommentar bekommen hat. 

Auch die Vergangenheit kann sich so auf das Jetzt auswirken! Ein eigentlich harmloser Kontakt zum Ex kann den aktuellen Partner verunsichern und unnötige Konflikte heraufbeschwören.

Das Fazit daraus: Soziale Medien sind nicht nur ein Segen, nein sie bringen auch Verstimmungen, Unsicherheiten, Missverständnisse und können dadurch Beziehungen schädigen.

Gründe warum es erst gar nicht zu einer echten Beziehung kommt:

Man lernt sich über einen Chat oder eine Partnersuchwebsite kennen, aber in Echt kommt es, aufgrund familiärer, beruflicher oder persönlicher Gründe, nie zu einem Treffen von Mensch zu Mensch. Außer einer Chatfreundschaft kann sich nichts weiter entwickeln. 

Anstelle zu flirten und eine Beziehung aufzubauen, verschwenden viele ihre Zeit, um in Konten bei Facebook, Instagram und Co., alles Mögliche über die in Frage kommende Person herauszufinden, wobei zusätzlich noch der Wahrheitsgehalt der Informationen fragwürdig ist.

Was stellt Internet und Handy mit der Beziehung an?

Durch den Austausch von Floskeln und Emojis, werden emotionale und zu Herzen gehende, Beziehung aufbauende, Unterhaltungen verhindert. Durch Emojis, Zeichen oder Abkürzungen, können auch Missverständnisse entstehen, wodurch aufkeimende Gefühle verletzt werden.

Suchtverhalten aufgrund eines Internet-Spieles oder eines Chatrooms?

Du verbringst mehr Zeit online als mit deinem Partner, deiner Familie oder Freunden? 

Dabei bleibt das reale Gegenüber auf der Strecke, man hat keine Zeit für ein Treffen, da der nächste Level ansteht oder man dringend im Chat mitmachen muss. Man kann nicht vom Handy lassen, muss ständig nachschauen, immer wieder kontrollieren, ob es was Neues gibt.
Genau dies birgt die Gefahr, dass das reale Leben auf der Stecke bleibt.

Kommt es sogar schon im Netz zu online Sex, womöglich mit mehreren Chat-Partnern? Wozu dann noch eine emotionale Beziehung zu einer echten Person aus Fleisch und Blut aufbauen, sich womöglich dafür anstrengen, anziehen, ausgehen, Geschenke kaufen und Überraschungen planen. Nein die technische Welt macht es doch einfacher und bequemer! Das verhindert aber gleichzeitig echte emotionale Beziehungen! Es kann sogar zu Desinteresse an körperlichen Intimitäten führen. Kuscheln auf dem Sofa oder im Bett oder nur das intime miteinander Plaudern kommt gar nicht erst zu Stande.

Bestes Beispiel hierfür ist Japan. Studien zeigen, dass immer mehr Japaner keine echten Beziehungen mehr haben wollen, sondern auf Pornos oder virtuelle Freundinnen und Freunde ausweichen. In Japan nennt man das: „Sekkusu shinai shokogun“ das bedeutet das Keuschheitssyndrom. Die Jugend und junge Erwachsene möchten keine Kinder mehr haben und finden Küssen eklig.

Das Fazit daraus: Glückshormone wie Dopamin, Oxytocin und Endorphin werden gar nicht erst ausgeschüttet. Das Resultat ist dann Lustlosigkeit, Langeweile und Frustration.

Gründe, warum eine bereits bestehende Beziehung zerstört werden kann:

Wer kennt es nicht? Mitten im Gespräch mit dem Partner, schaut der plötzlich aufs Handy und konzentriert sich gar nicht mehr auf das, was wir ihm erzählen. 
Dafür gibt es sogar schon ein Fachwort: „Phubbing“. Dies stammt aus den Worten phone (Handy) und snubbing (brüskieren, „to snub“ vor den Kopf stoßen). 

Genau das geschieht dann mit dem Gesprächspartner. Er fühlt sich vor den Kopf gestoßen, da sein Gegenüber ihm zeigt das er unwichtig ist und er nur ein unbedeutender Konkurrent zur Technologie ist. Er fühlt sich zurückgestoßen und muss erkennen, dass er keine Priorität genießt.
Beispiele dafür, dass dein Online-Leben über deinem persönlichen, realen Leben steht, gibt es mehr als genug.

Was stellt Internet und Handy mit der Beziehung an?

Dabei ist es egal ob es beim romantischen Diner, beim Treffen mit alten Freunden oder während der Weihnachtsfeier mit der Familie ist. Stell dir vor, die Oma hat sich den ganzen Tag viel Mühe gegeben, um den Weihnachtsabend mit der Familie vorzubereiten oder dein Partner will dich mit einem romantischen Diner überraschen. Aber nach der ersten Begrüßung, du sitzt noch nicht richtig am Tisch, kommt das Handy raus und es wird erst mal gecheckt, was es Neues in Facebook oder WhatsApp gibt. Danach werden gleich Bilder vom Essen auf Instagram veröffentlicht und man schaut den restlichen Abend ständig nach neuen Likes. 

Wie soll sich hier die Oma oder der Partner fühlen? Frustriert, enttäuscht, ein durchgehendes und erfreuliches Gespräch kam gar nicht zu Stande, der Abend ist verdorben.

Sollte dies sogar im Schlafzimmer geschehen oder in einem intimen Moment, ist die Stimmung/Lust beim Partner komplett zerstört. Wenn eine Kurznachricht oder ein Spiel wichtiger werden als der intime Moment, liegt wahrscheinlich schon ein Suchtverhalten vor! Mehr Desinteresse am Partner kann man gar nicht mehr zeigen.

Ebenso kann das Ausspionieren des/der Ex, was macht sie oder er gerade, mit wem ist sie oder er im Moment zusammen, die aktuelle Beziehung stark beeinträchtigen. Sollte dies sogar zu Stalking oder zu einem zwanghaften Verfolgungswahn ausarten, ist ebenfalls von eifersüchtigem Suchtverhalten auszugehen.

Beeinflusst durch Meldungen anderer im Netz werden die eigenen Erwartungen zu hochgesteckt.

Du siehst Tweets wie: „meine Freundin bekommt jeden Samstag einen großen Blumenstrauß von ihrem Partner“, oder „der Freund meiner Bekannten „liked“ alle Posts von ihr“, oder „schau mal, wie großartig sie heute wieder aussieht. Ihre neuen Outfits machen echt was her!“

Wir verpassen im wirklichen Leben die Chancen unsere eigene Beziehung zu stärken und stabil aufzubauen, indem wir beschäftigt sind, andere nachzumachen und ein rosiges Bild unserer Liebesbeziehung zu malen, welches wir dann Online stellen können, als Vollendung unseres virtuellen Lebens.

Diese Aktionen stehlen manchen Menschen, die unbedingt ein Online-Buzz erzeugen müssen, kostbare Momente des Hochgefühls und Glückes, da man ständig auf der Suche nach Bestätigung im Netz unterwegs ist.

Was löst dies nun beim Partner aus? Unzufriedenheit bis hin zur Depression. Es kann den Vernachlässigten so hilflos und verzweifelt machen, dass er sich nach einem neuen Partner umsieht, welcher ihm die nötige Aufmerksamkeit und das Gefühl der Wichtigkeit vermittelt.

Auswege und Lösungen?

  • Wie bei vielen anderen Problemen auch, ist die primäre Aufgabe ins Gespräch mit dem Partner zu kommen. Kommunikation ist das Zauberwort. Sich mitteilen, sagen was einem stört, dass man genervt ist von der Handy-Manie!
  • Versuche gemeinsam Auszeiten festzulegen, Handy freie Zonen zu bestimmen, z. B. kein Handy im Schlafzimmer, die Ausrede „das ist doch mein Wecker“ beantwortest du mit einem großartigen Geschenk, z. B. einem Wecker, der mit Licht und Geräuschen sanft weckt und der garantiert nicht in intimen Momenten dazwischenfunkt!
  • Nutze gemeinsame Fahrten im Auto zum Gespräch und nicht um im Internet zu surfen. Wenn man aufmerksam seinen Tagesablauf beobachtet, werden viele solche Gelegenheiten entdeckt, an denen ein Gespräch anstelle einer Internet-Sitzung möglich und sinnvoll wären.
  • Wenn Sie schon unbedingt Chatten oder Surfen müssen, versuche den Partner mit einzubeziehen, lass Ihn teilhaben an dem, was gerade so wichtig ist und nicht aufgeschoben werden kann. Dadurch erhält er wieder die Wichtigkeit, dass er Teil einer Partnerschaft ist und nicht ein Außenstehender.
  • Aber bitte nicht vergessen, die Privatsphäre deines Partners zu respektieren. Keiner mag es, wenn man sein Telefon überprüft/ausspioniert und seine Bewegungen im Internet verfolgt. Man sollte immer im Vertrauen bleiben. Denn Vertrauen ist die Basis jeder gesunden Beziehung.
  • Sollte all dies nichts fruchten, brauchen Sie professionelle Hilfe. Es gibt mittlerweile Spezialisten, Psychologen etc., die bei solchen Problemen effektiv helfen können. 
     


geschrieben von Isfahan und dem Maria-Line Team


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