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Orakel international - China: Das chinesische Horoskop - Von Drachen und Affen

Orakel international - China: Das chinesische Horoskop - Von Drachen und Affen

China, in alter Sprache Kitai, ist ein Land voller Geheimnisse. Heute ist der 1,5 Milliarden Einwohner zählende Riesen-Staat eine moderne Volksrepublik, die sich längst aus den Fesseln des kommunistischen Parteiführers Mao Tse-Tung befreit hat und westliche Standards etabliert.

Doch er zeigt auch immer noch kleine Überbleibsel alter Traditionen, und zu diesen Traditionen gehören klassischerweise drei Religionen, die früher – und heute zunehmend wieder – den Alltag der Bewohner Chinas geprägt haben: Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus. Abgesehen vom Buddhismus, der aus Indien importiert wurde, sind die anderen beiden Religionen „autochton“, sie wurden in China entwickelt.

Der über 5000 Jahre alte Daoismus, der auf den mystischen Gelehrten und Wanderer Lao-Tse zurückgeht, beschreibt die Wechselwirkung zwischen Himmel und Erde, Makrokosmos und Mikrokosmos. Der jüngere Konfuzianismus, der auf den Juristen Kung-Fu-Tse zurückgeht, beschreibt eher die Machtverhältnisse im Staat, in der Familie und in sozialen Systemen überhaupt – er ist eine frühe Sozialtheorie, wenn auch religiös überbaut.


Im antiken China spielte der Daoismus mit seinen über 3000 Tempeln im Landesinneren und seinen zauberkundigen Mönchen immer eine größere Rolle als der Konfuzianismus, auch wenn letzterer manchmal Staatsreligion war, weil man damit reale Machtverhältnisse so gut begründen konnte. In den daoistischen Tempeln wurde die Zeit als eine magische Erscheinungsform des Seins verstanden, und der Himmel mit seinen Bewegungen als ewiger Kalender.

Aus dem Geist des Daoismus sind Orakel-Techniken wie das I GING entstanden, das aus dem Wurf von Münzen das Schicksal ergründen will. Doch noch ein anderes Wahrsagesystem gründet sich auf der daoistischen Auffassung von Zeit, der Mondkalender, davon abgeleitet das Mondhoroskop und das Mondjahr und die Erfindung der chinesischen Astrologie

Bist Du Drache, Schlange oder Affe? Wer China kennt, weiß, dass diese Tiernamen keine Beschimpfungen darstellen, sondern als Sternzeichen-Bezeichnungen gemeint sind. Denn es ist in China immer noch völlig üblich, dass sich Menschen über ihr Sternzeichen definieren und auch ihre Freunde, Geschäftspartner oder den Richtigen fürs Leben nach der chinesischen Astrologie aussuchen.


So kann ein Heiratsantrag im modernen China von heute durchaus per SMS geschehen, aber in dem Wortlaut: „Ich bin Pferd, Du bist Ziege, meine Liebe, wollen wir heiraten?“ (Das wäre allerdings abzuraten, denn diese Verbindung gilt unter Astrologen nicht als gerade günstig). Doch woher kommen diese Tierbezeichnungen für Sternzeichen und was ist eigentlich das „Chinesische“ an der chinesischen Astrologie?

Die chinesische Astrologie richtet sich, wie die klassisch westliche, die aus Ägypten und dem Vorderen Orient stammt, nach dem Jahreslauf, allerdings nicht nach dem Sonnenjahr, sondern nach dem Mondjahr. Das chinesische Neujahrsfest findet im späten Januar oder Februar statt – insofern sind die chinesischen Sternzeichen „verschoben“, was ihren Beginn betrifft.

Doch das ist nicht der einzige Unterschied. Im chinesischen Mondhoroskop gibt es 12 Sternzeichen, die nach wilden oder zahmen Tieren benannt sind. Die wilden Tiere repräsentieren die sogenannte Yang-Energie, das Männliche, und die zahmen Tiere bedeuten das Weibliche, das Yin-Element. Dadurch ist der Bezug zur daoistischen Philosophie hergestellt, der in der Harmonie von Yin und Yang die Grundmelodie des Universums sieht.

Welches Sternzeichen man selbst hat, kann man heute einfach nachlesen oder auch in astrologischen Foren online nachschauen. Doch wie sieht es auf zwischenmenschlicher Ebene aus? Ganz einfach – man darf halt keinen Streit mit Schweinen suchen, oder gar mit einer Ratte Tango tanzen…


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