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Eine Geschichte zum Danken:  Das Hemd des Glücklichen

Eine Geschichte zum Danken: Das Hemd des Glücklichen


Es war einmal ein König eines großen Reichs, der war schwermütig. Seit Jahren hatte ihn niemand mehr lachen gehört – vielleicht hatte er nie in seinem Leben gelacht. Der König war verzweifelt, weil er wusste, dass er schwermütig war, und rief alle Ärzte des Reiches zusammen. Die Ärzte berieten sich, aber keiner fand die Ursache. Sie verschrieben Kuren und Medizin, doch keine half. Dann ließ der König alle Geistlichen kommen und die sprachen Gebete, aber er wurde nicht froher. Man ließ die besten Hofnarren kommen, damit sie Possen aufführen, doch auch das brachte den König nicht zum Lachen. Zuletzt fragte der König einen weisen Philosophen, was es bedürfe, um ihm das Lachen zurückzugeben. Der antwortete: „Trage einen Tag lang das Hemd eines Glücklichen.“



Daraufhin ließ der König Anschlagtafeln auf jedem Marktplatz anhängen, auf denen stand, ein Glücklicher solle sich – gegen hohe Belohnung – bei Hofe melden. Doch die vielen Leute, die da an den Hof kamen, waren nicht wirklich glücklich und verdienten sich die Belohnung nicht. Endlich zog der König selbst aus, um den glücklichsten Menschen in seinem Reich zu finden. Er reiste in alle Gegenden seines Reichs, doch in keiner Stadt und in keinem Dorf fand er einen Glücklichen. Endlich verschnaufte der König von seiner Reise am Rand eines kleinen Dorfs, da sah er einen Knecht den Acker bestellen. Der Knecht pfiff nach Herzenslust und sang fröhliche Lieder, während er in der Erde grub. Der König fragte den Knecht, ob er glücklich sei. Der Knecht bejahte, er sei glücklich wie ein Star, der im Gebüsch pfeift. Daraufhin verlangte der König: „Glücklicher, verkauf mir dein Hemd!“ – „Mein Herr – ich habe keins.“

Dieses Märchen klingt wie eins der vielen, in denen Standesunterschiede strapaziert werden: König und Knecht, Bürger und Bettelmann. Doch im Grunde ist die übergeordnete Frage die nach dem Glück im Leben und wie man es findet.

Glück hängt nicht vom Rang oder den materiellen Annehmlichkeiten ab: das ist schon der Einstieg in dieses Märchen. Doch das Märchen bleibt bei dieser Erkenntnis nicht stehen. Der König will aktiv werden, um sein Unglück zu wenden, und setzt Experten ein, Ärzte, Priester. Doch alle Bemühungen an seiner statt schlagen fehl. Das heißt: das eigene Glück kann nicht durch einen Stellvertreter erworben werden. Der König macht sich also selbst auf den Weg. Erst die letzte Etappe seiner Reise öffnet ihm die Augen und zeigt ihm einen Menschen, der wahrhaft glücklich ist: er ist wunschlos glücklich.

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