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Nachtrag zum Seelenpartner

Nachtrag zum Seelenpartner


Partner, Partner, Partner – der Begriff ist in aller Munde und eigentlich gar nicht so selbstverständlich.

Ich hatte ein altes Kinderbuch, leider weiß ich den Titel nicht mehr – es war in Deutschland nie wirklich populär – darin ging es um die Freundschaft dreier Kinder. Einer der Jungen machte sich immer gern mit englischen Ausdrücken wichtig (aber das dürfte uns heute ziemlich vertraut vorkommen, wo wir ja so viel Englisch im Alltag sprechen, oder?). An einer Stelle hieß es: „Was heißt denn Partner? Das Wort habe ich ja noch nie gehört!“ Dann erklärte dieser kleine Angeber liebe Junge seinen Freunden, was „Partner“ bedeutet. 1970, als das Kinderbuch wohl entstand, hatte der Begriff „Partner“ offenbar noch keine Verwendung im deutschen Sprachgebrauch.



Was ich damit sagen will: natürlich verändert sich unsere Sprache ständig, und das ist auch gut so, denn die Dynamik der Sprache zeigt uns, dass unsere Gesellschaft in einem stetigen Prozess ist. Aber der Begriff „Partner“ stammt ursprünglich aus dem Geschäftsleben (genauer gesagt aus den Goldgräberzeiten der USA – Sie wissen schon, damals in Klondyke, wo Dagobert Duck seinen ersten Taler geschürft hat) und gehört dort auch hin.
 
Begriffe wie „Ehepartner“, „Beziehungspartner“ oder gar „Seelenpartner“ sind im Grund völlig verkehrt – sie würden, humorvoll gesagt, einem Yogi den Astralkörper umdrehen, so deplatziert ist die Verquickung von Geschäft und Seele. Warum sagen wir, wenn es eindeutig ums Private geht, nicht wieder „Freund“, „Ehemann“, „Liebhaber“ oder „Geliebter“?

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